Geschichte

Northeimer Lichtspiele 1924 Das Kassenhaus in den 30er Jahren Der Blick vom Balkon Der Saal in den 40er Jahren. Das Foyer in den 40er Jahren. Der Saal in den 50er Jahren. 1951: Das Central Theater, später Die Kurbel Das Capitol Northeim Die Schauburg auf einer Postkarte aus den 50er Jahren. Premiere zum Film Tausend rote Rosen blühn im Jahr 1952 Premiere zum Film Das ideale Brautpaar im Jahr 1954 Der Kinosaal von 1952 bis 1997. 1997: Die Abschiedsparty mit der Rocky Horror Picture Show. Im Anschluß wurden die Stühle ausgebaut.
Am 27. Januar 1923 eröffnete der Kapellmeister Fritz Krüger im Saal seiner Gaststätte "Zur Altdeutschen" feierlich die NORTHEIMER LICHTSPIELE mit 165 Plätzen. Die Stummfilme wurden live am Klavier begleitet, bis 1930 die erste Tonfilmapparatur angeschaft wurde.

Es liefen Filme Wie "Ben-Hur", "Die Fahrt zum Mond", "Die Nibelungen" oder "Amphitryon". 1936 wurde das Kino räumlich deutlich vergrößert und am 21. Oktober 1936 unter dem Namen SCHAUBURG - FILM & BüHNE mit 500 Plätzen wiedereröffnet.

1952 wurde das Kino renoviert und auf den modernsten Stand der damaligen Technik gebracht, u.a. wurde die Breitwand eingebaut und im Foyer wurde das heute noch bestehende "Trumpf"-Kassenhaus in Betrieb genommen. In den folgenden Jahren wurde die Cinemascope -Leinwand (8 Meter breit, 3,50 Meter hoch) und eine Magnettonanlage eingebaut. Eine Zuschauerbefragung 1953 ergab, daß 52 % der Besucher Schwarz-Weiß-Filme farbigen Produktionen bevorzugten. Am meisten wurden Dramen heimischer Produktion gewünscht, während das Northeimer Publikum am wenigsten Western und Kulturfilme mochte. In diesen Jahren konnten viele Schauspieler und Regisseure in Northeim begrüßt werden, die persönlich ihre Filme in der SCHAUBURG präsentierten. Darunter waren z.B. Zarah Leander und Charlie Chaplin jr.

Auf Grund der Kinokrise in den 70er Jahren mußten das CAPITOL-Theater und DIE KURBEL (vormals CENTRAL) ihren Spielbetrieb einstellen. Einzig die SCHAUBURG überlebte als letztes Kino in Northeim. Im Sommer 1997 wurde dieser wunderbare nostalgische Filmpalast aus den 50er Jahren aus seinem Dornröschenschlaf geweckt. Zum Abschied von der "alten" SCHAUBURG feierte Northeim am 26. Juli 1997 die ROCKY HORROR PICTURE SHOW mit "Rocky-Horror-Wundertüte", Reis, Wunderkerzen etc. Nach der Vorstellung konnten die Zuschauer das alte Kinogestühl selber ausbauen und mit nach Hause nehmen. So findet sich heute in vielen Northeimer Partykellern ein Stück Northeimer Kinogeschichte.

Nach sorgsamer Renovierung und Restaurierung wurde am 18. September 1997 die Wiedereröffnung gefeiert. Mit neuem Programmkonzept, viel Kinderkino, Sondervorstellungen, Filmkunst, Klassikkino, Vorpremieren, Früchstücks- oder Brunchkino, den beliebten Filmnächten und vielen Liveaktionen ist es gelungen, das Kino trotz nahem Multiplex zu einem wichtigen kulturellen Treffpunkt in Northeim zu machen.

Am 21.03.2002 nahm das NORTH.LICHT. den Spielbetrieb auf. Dahinter verbirgt sich ein intimes, elegantes, plüschiges Kino im Hause NEUE SCHAUBURG. Entstanden ist es in den ehemaligen Räumen der Gaststätte "Zur Altdeutschen". Der Name soll an die NORTHEIMER LICHTSPIELE erinnern, wie die SCHAUBURG von 1923 bis 1936 hieß. Das Kino war ungefähr dort, wo heute der Balkon der NEUEN SCHAUBURG ist, nämlich in 1. Stock der Gastwirtschaft "Zur Altdeutschen". Ausgestattet ist das NORTH.LICHT., wie der traditionelle Saal, mit französischen Hochpolstersesseln und nostalgischen Kinolampen.

Püntlich zum Start des letzten 8. und erstmals in 3D gedrehten Teils der Harry Potter-Filmreihe am 14.07.2011 wurden beide Kinosäle digitalisiert. Nun ist es technisch möglich, in der Neuen Schauburg auch Filme in Digital 3D aufzuführen.